Ritter von Glarus
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Zürcher Rittergeschlecht, das um 1240 wohl noch in Glarus auf Burg Sola ansässig war, weil es erst ab Mitte des 13. Jh. in Zürich fassbar wird. Dort sass die Familie über drei Generationen im Rat. Die beiden Zweige des Geschlechts begründeten Heinrich (1246 erstmals erw.), und sein Neffe Rudolf I. (1250 erstmals erw.), Lehensleute des Fraumünsters und Kirchherren in Höngg. Heiratsverbindungen bestanden mit den von Hünenberg und von Liebegg. Durch Letztere gelangte Rudolf III. in den Lehensbesitz der Burg Liebegg (1318-1371, wohin er sich nach 1350 während seiner Verbannung aufgrund der Teilnahme an der Verschwörung gegen das Zunftregiment zurückzog. Unter seinem Sohn Johannes erfolgte der Ausverkauf aller Güter und Rechte. Der wirtschaftl. und polit. Abstieg des anderen Zweigs deutete sich unter Jakob, dem Urenkel von Heinrich, nach seinem erzwungenen Ratsrücktritt 1336 an.
Zur Herrschaft Liebegg gehörten das Dorf Gränichen, die Burg Schöftland mit der dazu gehörenden Herrschaft, das Niedergericht über Birrwil sowie der Kirchensatz in Schöftland und Birrwil.
In Burg Sola wird der Sitz der Ritter von Glarus vermutet. Einerseits ist dies die einzige bekannte Adelsfamilie im Glarnerland, der bislang keine Burg einwandfrei zugeordnet werden konnte. Andererseits passt das Datum der Aufgabe von Sola (um 1250) zur historischen Tatsache, dass die Herren von Glarus zu jener Zeit ins Zürcher Gebiet gewandert sind.
Die Umgebung der Ruine wurde in späterer Zeit aufgeteilt. Teilweise noch heute erkannbare Trockenmäuerchen am Burghügel zeigen die einstigen Grundstücksgrenzen an. Als 1715 ein Teil des nahen Dorfes Sool durch einen Brand zerstört wurde, nutzte man die Burg als Steinbruch für den Wiederaufbau. Zu Beginn des 20. Jhdt. waren nur noch wenige Mauerzüge erkennbar.
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