Freiherren von Birrwil

Das Schloss der Herren von Birrwil stand bei Weingart, was Ausgrabungsfunde bewiesen haben. Die Ritter von Birrwil waren Untertanen der Herren von Rynach und haben sich den Eidgenossen widersetzt. Ihr Schloss wurde darum mit verschiedenen anderen Burgen (Rynach/Mosern/Liele etc.) dieser Zeit in den Sempacherkriegen zerstört. Um diese Zeit wanderten viele Adelsgeschlechter ins Elsass aus, das sicheres Habsburgergebiet war.
Schlacht bei Sempach.
So waren die Hallwyler Vögte des Elsass und ein Hartmann, Ritter von Seengen Vogt von Kayserstuhl.

1185 wird Birrwil erstmals als Berriwllare erwähnt, als bei einem Streit der Äbtissin von Schänis mit dem Priester von Wohlen, Ritter Gerungus von Berriwillare zugegen war. Um 1100 gehörte Birrwil zur Grosspfarrei Pfeffikon. 1274 wurde aus der Schlosskapelle eine Pfarrkirche, deren Pfarrer vom Stift Beromünster eingesetzt wurden. Auf dem Schloss Birrwil leben Ritter, die mehrmals wegen Raubes und Landfriedensbruch vor Gericht zitiert wurden. Dies hat mit der eigenwilligen Lage von Birrwil zu dieser Zeit zu tun. Es gab keine direkte Strasse nach Süden. So lebten dieser Ritter wie in einer Ecke, beschützt in der einen Seite vom See, auf der anderen vom Berg. Da ihr Land kein Durchgangsgebiet war, fand ihre Existenz wenig Interesse.

Eine Sage schreibt von einem Ritter von Birrwil, der auf der Überfahrt über den Hallwylersee zu seinem Bruder auf Lindenberg ermordet wurde, weil er sich so abschätzig über seine Untertanen geäussert hatte.
So wurden in verschiedenen Dokumenten erwähnt: 1154 Gerning, 1237 Ritter Burkhard von Birnwile als Ritter des Johannitterordens, 1282 Hartmann, ein Raubritter, der vor Gericht flüchten musste, dann 1293-1318 Ulrich, Heinrich, Werner, und Rudolf. Ca.1250 heiratet Hartmann von Birnwile die Mechthild, Tochter des Grafen von Thierstein. 1331 besass Wernheri von Birnwile noch ein Landgut in Bottenwil und als letzter wurde noch 1368 der Untervogt des Vogts von Lenzburg, Gerung von Birwile genannt. In den Habsburger Dokumenten zum Sempacherkrieg wurde dann ein Goar von Birnwile erwähnt - vielleicht unser Namensurahn. Dies ist auch darum nicht so absurd, weil die Gloors sowohl in Birrwil, wie auch in Leutwil zwischen 1440 bis weit ins 18. Jahrhundert als Untervögte walteten.