Burg Sola

Unter dem Gesteinsschutt stiess man dabei auf das stattliche Fundament eines mittelalterlichen Turmes im Ausmass von 15 auf 24 Meter. Die zwei Meter dicken Aussenmauern umfassten einst fünf Räume. Sola gehörte zu der Art mittelalterlicher Anlagen, bei denen Bergfried und Palas in einem Gebäude vereinigt waren. Den Wohnturm umgab wahrscheinlich eine Ringmauer mit Wehrgang. Auf der südlichen und der westlichen Seite war die Anlage durch einen Burggraben geschützt und ein natürlicher Geländeeinschnitt erschwerte den Zugang von Osten. Am Ende des 13. Jahrhunderts wurde die Burg Sola zusammen mit der Burg Benzingen bei Schwanden von den Habsburgern zerstört.



Die Grabungen brachten verschiedene Utensilien an den Tag, die heute alle im Landesmuseum Freulerpalast aufbewahrt werden: Ofenkacheln aus dem 13. Jahrhundert, ein Truhenschlüsselchen, ein Hufeisenstück, eine 25 cm lange Eisennadel, Teile eines Dolchmessers und Bruchstücke von Kochtöpfen.

Ueber die Bewohner der Burg lässt sich nichts mit Sicherheit sagen, da die Burg zu Zeiten bewohnt wurde, aus denen nur sehr spärlich schriftliche Berichte vorhanden sind.

Man kann annehmen, dass die Burgherren von Sola, die Ritter von Glarus, wie auch andere kleine Adlige im Kanton Glarus, dieser Konkurrenz nicht gewachsen waren und in den Bauernstand zurücksanken oder in Städte (hier Zürich) abwanderten.