GLOOR

Achatius Glor, Leipzig

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1275 Rudolf von Kulm
1275 Walter Glarer von Weingarten
1453 Thomas Glor von Meiningen
1475 Cuonrat Glor von Konstanz
1490 Achatius Gloor, Leipzig
1520 Magister Peter Glar von Neustadt
1520 Walter Glarer von Hundwyl

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Briefe um 1510

Achatius Glor war Buchf¸hrer des ersten Buchdruckers von Martin Luther in Leipzig Melchior Lottner. Er f¸hrte einen ausf¸hrlichen Briefverkehr mit Thomas M¸ntzer, einem der anderen wichtigen Reformatoren neben Melanchton, Bucer, Zwingli, Calvin und Oecolompad.



Melchior Lotter (Lotther) stammte aus Aue im s”chsischen Voigtland. 1498 erhielt er das Leipziger B¸rgerrecht, er hat aber vermutlich schon vorher, seit 1491 in der ber¸hmten Leipziger Offizin von Konrad (Kunz) Kachelofen, dessen Schwiegersohn er sp”ter wurde und dessen Handlung er ¸bernahm, gearbeitet. Einen offenen Laden besaþ Lotter in Leipzig unterm Rathause. Zum ausw”rtigen Vertriebe seiner Verlagserzeugnisse hatte er st”ndige Buchf¸hrer engagiert: Achatius Glor und Urban Port. Nachweislich war Lotter auch der Kommission”r Ulrichs von Hutten, ebenso geh–rte Thomas M¸nzer zu seinen Kunden. Seit dem Jahre 1518 hatte Lotter wiederholt kleinere Druckauftr”ge von Luther in Wittenberg erhalten. Bald darauf, vermutlich 1519 errichtete Lotter eine Druckerei in Wittenberg, welcher seine beiden S–hne Melchior und Michael Lotter vorstanden. Zun”chst war es der erstere, der die Offizin leitete, ihn begleitete von Leipzig aus der schon erw”hnte Korrektor Tulich, der bald darauf eine Wittenberger Professur erhielt. Der erste nachweisbare Druck Lotters in Wittenberg, eine akademische Festrede Melanchthons auf den Tag des heiligen Paulus, stammt vom Februar 1520 und tr”gt die Unterschrift Melchior Lotters des J¸ngeren, der den gr–þten Teil aller Lutherschen Schriften aus dem Anfang der zwanziger Jahre druckte. So wurde Lotter auch Luthers erster Bibeldrucker

Quellen: G. Wustmann, Luthers Bibeldrucker, Leipzig 1878; vergl. auch Kapp, Buchhandel; Goetze, die hochdeutschen Drucker der Reformationszeit, Straþburg 1905.
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