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Das Schloss Wildegg ist ein Schloss in der Gemeinde Möriken-Wildegg im Schweizer Kanton Aargau. Die Anlage befindet sich rund achtzig Meter oberhalb des Dorfes Wildegg am Ende eines felsigen Ausläufers des Chestenbergs, nahe der Mündung der Bünz in die Aare.
Geschichte
Um 1200 liessen die Habsburger eine Burg errichten, um die südwestliche Ecke des Eigenamtes, ihres Kerngebietes, zu schützen und um eine strategisch wichtige Stelle an der Aare zu kontrollieren. Sie wurde 1242 erstmals urkundlich erwähnt und von einem Ministerialengeschlecht bewohnt, den Truchsessen von Wildegg. Nach deren Aussterben gelangte sie um 1348 an die Herren von Hallwyl.
Nach 1437 wechselte die Burg mehrmals den Besitzer; von den Hallwylern über die Herren von Gryffensee und die Herren von Ballmoos zur Stadt Bern. Schliesslich verkaufte Bern 1484 die Wildegg an die Familie Effinger aus Brugg. Die Effinger, die mit dem Schloss auch die Gerichtsherrschaft über Holderbank und Möriken übernahmen, lebten hier während elf Generationen.
1552 brannte die Burg infolge Blitzeinschlags fast vollständig aus, nur das Mauerwerk blieb erhalten. Über mehrere Jahre hinweg wurde die Burg wieder bewohnbar gemacht. Ab 1684 erfolgte der Umbau der Anlage in ein Herrenhaus im Barockstil. Zum Anwesen gehörte eine grosse Domäne. 1825 wurde neben dem Schloss ein Landhaus errichtet, 1886 eine Villa im Stil eines Landschlösschens.
Julie Effinger, die letzte ihrer Linie, starb ohne Nachkommen im Jahr 1912. Sie vermachte das Schloss mit der gesamten Ausstattung und die dazu gehörende Domäne der Eidgenossenschaft, die das ganze Gut dem Landesmuseum zur Verwaltung übergab. Das Schloss wurde bis 1917 instandgesetzt und für den Museumsbetrieb vorbereitet. Zum Familienerbe gehört unter anderem auch ein umfangreiches Archiv mit Zeugnissen aus mehreren Jahrhunderten.
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